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Sonntag, 1. Juni 2014

FLOHMARKT VOR DER TÜR

Flohmarkt. So oft bin ich in Paris schon zufällig an einer dieser wuseligen Reihen von bunten, überfüllten Ständen vorbeigelaufen. Und zufällig habe ich dann nie die Zeit für ausgiebiges Stöbern und Wühlen gehabt. Diesmal findet ein Trödelmarkt beinah direkt vor unserer Tür statt, also halte ich Kleingeld, Beutel und Fotoapparat bereit und mische mich in das Gedränge.

Hinter den Ständen stehen Antiquitäten-Sammler, Mädchen, die offensichtlich die Kleiderschränke der ganzen Verwandtschaft auf den Kopf gestellt haben, Bücherliebhaber, Leute mit Faible für Küchenutensilien, Keramikgefäße, Lederknöpfe, uralte Parfumflacons von Chanel, Postkarten mit einem Gruß aus der Provence von 1967... Zu jedem Stück gehört eine kleine Geschichte. Natürlich reizt der Gedanke, zu der Reihe der Besitzer gehören zu können (wenn man nur entschieden und schnell ist, was nicht unbedingt auf mich zutrifft). Noch nicht sehr flohmarkt-gewandt schaue ich lieber erstmal zu.




















































Zwei hübsche Kleinigkeiten nehme ich letzten Endes doch mit nach Hause. An einem Stand sitzt eine ältere Dame mit Hut und beklagt sich über die Wärme. Sie meint, ich sei aber spät dran, das Schönste habe sie schon verkauft. Sie wohne hier im Viertel und liebe es, alte Dinge zu erwerben, zu sammeln und wieder weiterzuverkaufen. Für einen Pappenstiel nehme ich ihr einen bronzenen Armreif und eine alte Pillendose aus China ab. Stolz, als hätte ich ein Kleinod gefunden, ziehe ich weiter durch Trödel, Kitsch und Marktbesucher... Ein guter Anfang war das!


Kommentare:

  1. Der Armreif gefällt mir aber auch sehr gut ;D - es muss ja nicht gleich beim ersten Mal ein Kleinod sein ;D

    Schönen Sonntag noch,
    Casey

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  2. es ist das finden ... die vorfreude darauf ... verbunden mit dem nichtwissen, was einem begegnen wird. ich empfehle dir, dabei unbedingt eine rosarote brille aufzusetzen ;)

    hab es schön,
    tatjana

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    1. beim nächsten Mal stecke ich sie tapfer mit ein!

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  3. Das ist ja süß, diese Pillendose. Gestern habe ich dank meiner Tochter (ich war nicht auf dem Flohmarkt) ein wunderschönes Leinentuch bekommen. Sie meint es soll in unser "Häuschen" zum Händeabtrocknen, aber das Muster ist so schön, dass mir Tausend andere Dinge für dieses edle Tuch einfallen. Und auch hier geht es mir wie Dir, ich würde das Tuch am liebsten nach seiner Geschichte befragen...

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    1. oh ja, ein schönes Leinentuch kann vielerlei Verwendung finden!

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  4. Zur Zufall auf Deinem Blog gelandet, gefällt es mir hier so gut, dass ich nun öfters vorbeischauen werde. Ich liebe Frankreich, die Franzosen, Paris und Deine Schreibe lässt ein Paris erscheinen, wie man es einfach nur lieben muss.

    LG Verena

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  5. beide dinge sind wunderbar. :) pillendosen mag ich auch & deine gefällt mir seeehr!

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